Wohnformen: So wohnen junge Leute heute

Spätestens mit dem Abitur in der Tasche, kann es die Jugend kaum erwarten auszuziehen und auf eigenen Beinen zu stehen. Allerdings ist das Budget während des Studiums oder der Ausbildung knapp. Aus diesem Grund stellt wohngemeinschaft.de Wohnformen für den kleinen Geldbeutel vor.

Wohnformen, Foto: drubig-photo / Fotolia.com
Es muss nicht immer die WG sein: 3 alternative Wohnformen. Foto: drubig-photo / Fotolia.com

Mit wenig Geld ist es schwer, bezahlbaren Wohnraum zu finden – nicht nur in großen Städten wie Berlin und München. Doch Not macht bekanntlich erfinderisch. Folgende Wohnformen lassen sich mit einem kleinen Geldbeutel finanzieren.

Wohngemeinschaften – die Klassiker unter den alternativen Wohnformen

Die etablierteste unter den alternativen Wohnformen für junge Menschen ist die Wohngemeinschaft. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass mehrere Leute in einer Wohnung zusammen wohnen und sich in der Regel Badezimmer, Wohnzimmer und Küche teilen. Jeder Mitbewohner hat innerhalb der WG ein Zimmer als privaten Rückzugsort. Eine Wohngemeinschaft bietet viele Vorteile: Die Mitbewohner teilen sich die Kosten für Miete, Strom und Wasser. Das ist meist günstiger, als eine eigene Wohnung zu finanzieren. Darüber hinaus entstehen innerhalb einer WG schnell Freundschaften. Wichtig ist jedoch, dass die Mitbewohner Haushaltsarbeiten fair aufteilen und Rücksicht aufeinander nehmen. Aufgrund ihrer vielen Vorteile haben mittlerweile auch Senioren und Berufstätige die Wohnform WG für sich entdeckt.

Jung trifft alt: Wohnen für Mithilfe

Eine Alternative zur klassischen Wohngemeinschaft ist das Wohnen für Mithilfe. Während junge Menschen oft Probleme haben, bezahlbare Wohnungen zu finden, fühlen sich alte Menschen in ihrem Zuhause einsam oder brauchen Hilfe. Treffen beide Gruppen aufeinander, entstehen Vorteile. Es gibt beispielsweise die Möglichkeit, dass Studierende oder Auszubildende kostenlos oder zu sehr geringen Kosten bei älteren Menschen wohnen und ihnen dafür im Alltag helfen. Ein Konzept münzt beispielsweise die Fläche des Zimmers auf die Stundenanzahl der Hilfsleistungen um: Zehn Quadratmeter Wohnfläche machen dann zehn Stunden Alltagshilfe im Monat aus. Häufig fördern Städte und Kommunen diese Wohnformen. So koordiniert die Stadt Köln beispielsweise ein solches Wohnprojekt und bringt Alt und Jung zusammen.

Junge Menschen im Seniorenheim

Das Albert-Ria-Schneider-Haus in Freiburg, eine Anlage für betreutes Wohnen, unterstützt eine Wohnform, die dem Wohnen für Mithilfe ähnelt: Dort leben Studenten für 200 Euro Miete zuzüglich Nebenkosten in Ein-Zimmer-Appartements. Sie haben ein eigenes Bad, eine Küche, Balkon, Einbauschränke und Internetzugang. Weil die Studenten dort sehr günstig wohnen, engagieren sie sich etwa fünf Stunden pro Woche ehrenamtlich. Sie helfen im Haushalt, organisieren Arzttermine und kümmern sich um die Senioren. Insgesamt verläuft das Projekt erfolgreich: Als die ersten drei Studenten ins Heim zogen, stiegen auch die Wohnanfragen von Seiten der Senioren.

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