Wandgestaltung mit Farbe – jetzt wird die WG bunt

In einer Wohngemeinschaft treffen meist so viele Geschmäcker aufeinander wie es Bewohner gibt. Deshalb ist es nicht einfach, sich auf eine Wandfarbe zu einigen. So gelingt die Wandgestaltung mit Farbe.

Die Wandgestaltung mit der Farbe Blau wirkt beruhigend. Foto: lenets_tan/fotolia.com

Jeder Mensch hat unterschiedliche Bedürfnisse: Die einen mögen Ruhe und Harmonie, die anderen suchen Anregung. Diese Bedürfnisse kommen besonders bei der Einrichtung und Wandgestaltung zur Geltung. Während die einen dezente Farben bevorzugen, kann es für andere nicht bunt genug sein. Treffen in einer WG unterschiedliche Geschmäcker aufeinander, ist Fingerspitzengefühl gefragt. Schließlich sollte sich jeder zu Hause fühlen können.

Farbkarten besorgen – Wandfarben-Ideen für die WG

Baumärkte bieten eine große Auswahl an Wandfarben, die du nach deinen Vorstellungen mischen lassen kannst. Jede Farbabstufung ist dort auf sogenannten Farbkarten abgebildet. Am besten suchst du dir zusammen mit deinen WG-Bewohnern ein paar Farbkarten für die gemeinsam genutzten Räume heraus. Vielleicht könnt ihr euch schon im Baumarkt auf eine Wandfarbe festlegen, die euch allen gefällt. Wenn nicht, dann nehmt doch Farbkarten, die in der engeren Auswahl stehen, mit nach Hause – das ist in der Regel gratis möglich – und haltet sie in der WG an die Wände. Sicher könnt ihr euch dann auf eine Wandfarbe einigen, die jeder Bewohner mag.

Mit Wandfarben bestimmte Wirkungen erzielen

Bevor ihr euch festlegt, solltet ihr euch bewusstmachen, dass Wandfarben Wirkungen hervorrufen. Sie können beispielsweise beruhigen, entspannen oder Energie verleihen. Einen guten Überblick über dieses Thema verschafft ihr euch in diesem E-Book zur positiven Wohnraumgestaltung.

Zudem lässt die Wandgestaltung mit Farbe Räume größer, aber manchmal auch kleiner erscheinen. Ist ein Zimmer beispielsweise schmal und lang, lässt sich das schlauchförmige Erscheinungsbild kaschieren: Streiche dazu die Stirnseiten in einem kräftigen oder dunklen Farbton – schon wirkt die Raumform harmonischer.

Dasselbe Prinzip funktioniert auch bei sehr hohen oder sehr niedrigen Zimmerdecken: Soll der Raum höher wirken als er ist, solltest du die Decke in einem helleren Farbton streichen als die Wände. Möchtest du allerdings, dass die Zimmerdecke niedriger wirkt, dann streiche sie dunkler als die übrigen Wände.

Generell solltest du kleine Räume in hellen Farben streichen, denn sie lassen die Zimmer größer und luftiger wirken. In großen Räumen dürfen hingegen ruhig auch dunkle Wandfarben zum Einsatz kommen.

Richtig streichen: Die Wandgestaltung mit Farbe

Farbkarten helfen bei der Entscheidung für eine Wandfarbe. Foto: Florian Hiltmair/fotolia.com

Habt ihr euch für eine Farbe entschieden und diese besorgt, geht es an die Vorbereitung des Wandanstrichs. Räumt zuerst alle Möbel und Gegenstände von den Wänden weg und legt Malervlies auf dem Boden aus. Anschließend klebt ihr Fenster-, Türrahmen, Steckdosen- und Lichtschalterverkleidungen mit Kreppband ab.

Rührt nun die Farbe mit einem glatten, sauberen Stock mindestens zwei Minuten lang um. Das ist nötig, damit sich die Pigmente gleichmäßig verteilen und die Wandfarbe gut deckt. Danach kann der Wandanstrich beginnen:

  1. Fangt zuerst beim Fenster an und malt die Wandkanten mit einem kleinen Pinsel etwa einen Meter weit vor.
  2. Nehmt mit einer großen Farbrolle genügend Wandfarbe auf und rollt sie am Abstreifgitter aus, damit sich die Farbe gleichmäßig auf der Rolle verteilt.
  3. Nun streicht ihr das Wandstück von oben nach unten, von unten nach oben sowie von links nach rechts und von rechts nach links an. Anschließend rollt ihr es, ohne neue Farbe aufzunehmen, noch einmal von oben nach unten ab. Wiederholt die Schritte eins bis drei von Wandstück zu Wandstück, bis alles gestrichen ist. Jede Wand, die ihr anfangt, solltet ihr auch zu Ende streichen, denn sonst entstehen Streifen.
  4. Zuletzt entfernt ihr das Kreppband von den Fenster- und Türrahmen und reinigt die Werkzeuge gründlich mit Wasser.

Mit den frisch gestrichenen Wänden werdet ihr euch in eurer Wohngemeinschaft zu Hause – und durch die Zusammenarbeit wie ein Team – fühlen. Nicht nur das veränderte Aussehen der Wohnung trägt dazu bei, sondern auch die Tatsache, etwas geschaffen zu haben.

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