Studentenjobs: Geld verdienen und Erfahrung sammeln

Die Mehrheit der Studierenden übt neben dem Studium einen Nebenjob aus. Die Motive sind unterschiedlich. Viele wünschen sich einen Einblick in die Unternehmenspraxis oder suchen Abwechslung zu ihrem Alltag an der Hochschule.

Studentenjobs, Foto: contrastwerkstatt/Fotolia.com
Wie findet sich der passende Studentenjob. Foto: contrastwerkstatt/Fotolia.com

Vorab sollte man sich jedoch ein paar Dinge überlegen, schließlich gibt es bei der Ausübung eines Studentenjobs einiges zu beachten.

Überlegungen vor der Jobsuche

Zunächst solltet ihr euch überlegen, wie viele Stunden ihr arbeiten könnt. Da euer Studium die vorrangige Tätigkeit bleiben muss, gibt es ein Zeitlimit. Jobs, die mehr als 20 Stunden pro Woche in Anspruch nehmen, zählen per Gesetz nicht mehr als Studentenjobs. Diese Regelung gilt jedoch nicht für Arbeiten, die außerhalb der Vorlesungszeit verrichtet werden. Bei jedem Studierenden hängt es von der Anzahl der Kurse an der Hochschule sowie deren Vor- und Nachbereitungszeit ab, wie viel Zeit für den Studentenjob übrig bleibt. Des Weiteren solltet ihr Verpflichtungen wie den Sportverein und die freie Zeit berücksichtigen, die ihr zum Erholen und für Unternehmungen mit Freunden nutzt. Nicht weniger wichtig ist die Überlegung, wie viel Gehalt ihr für euren Lebensunterhalt braucht.  
Außerdem solltet ihr euch vor der Suche nach einem Nebenjob überlegen, welche Tätigkeiten euch Spaß machen. Habt ihr Freude am Umgang mit Kunden oder arbeitet ihr lieber alleine? Bevorzugt ihr viel Abwechslung oder Routinearbeiten in eurem Job? Arbeitet ihr lieber am Wochenende oder unter der Woche? Seid ihr auf der Suche nach Studentenjobs, die euer Studium ergänzen oder bei denen ihr Abstand zum Unialltag bekommt?

Verdienst bei Studentenjobs

In der Regel sind Studentenjobs sogenannte Minijobs, mit denen ihr maximal 450 Euro pro Monat verdient. Sie sind nicht sozialversicherungspflichtig, das heißt ihr bekommt euer Gehalt ohne steuerliche Abzüge. Insgesamt ist ein Jahreseinkommen von 8130 Euro steuerfrei. Verdient ihr mehrere Monate lang mehr als 450 Euro oder kommt ihr am Ende des Jahres über 8130 Euro, werden Steuerabgaben fällig.

Welche Jobs gibt es?

Je nachdem, wie ihr euch euren Nebenjob vorstellt, gibt es eine große Auswahl an Arbeitsmöglichkeiten. Bevorzugt ihr einen Job außerhalb der Hochschule, könnt ihr euch als Werkstudent bei Unternehmen bewerben. Sowohl Konzerne als auch mittelständische Unternehmen aus eurer Region veröffentlichen auf der eigenen Webseite oder auf entsprechenden Suchportalen Anzeigen für Studentenjobs. Indem ihr deren Projekte unterstützt, erhaltet ihr einen Einblick in die Praxis. Vielleicht ist nach eurem Abschluss eine Übernahme möglich. Wenn ihr euer Studium beendet habt, sind eure Praxiserfahrungen als Werkstudent ein großer Vorteil bei der Bewerbung um eine Festanstellung.

Hochschulen sind ebenfalls auf der Suche nach studentischen Hilfskräften. Diese unterstützen beispielsweise die Haupt- und Instituts-Bibliotheken der Hochschule oder die Referate für internationale Angelegenheiten bei der Betreuung internationaler Studierender. Auch Professoren greifen bei der Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten, bei der Aufsicht von Klausuren oder bei der Vorbereitung ihrer Vorlesungen auf Hilfskräfte zurück. Im Idealfall könnt ihr euch als studentische Hilfskraft mit dem Thema eures Studiums beschäftigen und somit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.  

Falls euer Studentenjob nichts mit eurem Studium zu tun haben soll, eignen sich viele weitere Tätigkeitsbereiche. Klassische Nebenjobs finden sich in der Gastronomie, im Call Center oder bei Promotion-Aktionen. Außerdem werden Studierende als Nachhilfelehrer, Umzugshelfer, Babysitter, Aufsteller von Messeständen oder als Messehostessen gesucht. Spannend sind sicher auch Studentenjobs als Komparsen für Fernsehserien, Spielekonsolentester oder Gespenster in einer Geisterbahn. 

Einen Überblick über Stellenangebote für Studenten erhaltet ihr auf Online-Plattformen, die sich auf Studentenjobs spezialisiert haben, auf der Karriereseite eurer Hochschul-Webseite oder in Zeitungen. Manchmal hilft es auch, sich bei Unternehmen initiativ zu bewerben oder regelmäßig direkt bei der Fakultät anzufragen. Denn oft sind Stellen nicht öffentlich ausgeschrieben.

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