Rundfunkbeitrag: In der WG zahlt nur einer

Rundfunkbeitrag wird für jede Wohnung in Deutschland erhoben. WG-Bewohner können sich die Kosten teilen, denn nur einer muss zahlen. In bestimmten Fällen kannst du dich außerdem von der Beitragspflicht freistellen lassen.

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In Deutschland muss jeder Haushalt Rundfunkbeitrag zahlen. Studierende können aber einen Befreiungsantrag stellen. Foto: © cw-design - Fotolia.com

Radio, Fernseher, internetfähiger Computer oder Smartphone? In Deutschland gibt es einen Rundfunkbeitrag für alle. Ob und welche Medien es in einer Wohnung gibt oder wie viele Personen zusammenwohnen, zählt dabei nicht. Seit der Neuregelung vom 1. Januar 2013 wird jeder Haushalt mit einer pauschalen Gebühr von 17,98 Euro im Monat zur Kasse gebeten. Die Gelder, die der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio (ehemals Gebühreneinzugszentrale/GEZ) erhebt, sollen für ein Rundfunk- und Fernsehprogramm dienen, das weder unter wirtschaftlichem noch unter staatlichem Einfluss steht.

Eine Wohnung, ein Rundfunkbeitrag

Studenten sind von der Beitragspflicht nicht generell ausgenommen. In Wohngemeinschaften (WG) kann aber gespart werden. Hier muss nur einer zahlen, sodass sich alle Mitbewohner die Kosten teilen können. Das bedeutet: Zunächst müsst ihr euch darauf einigen, auf wessen Namen die Gebühren erhoben werden sollen. Wie ihr die Kosten schließlich untereinander aufteilt, bleibt euch überlassen.

Alle anderen WG-Bewohner, die vor dem ersten Januar 2013 bei der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) gemeldet waren und jetzt nicht mehr zahlen müssen, sind aber nicht automatisch abgemeldet. Erst wenn dem zentralen Beitragsservice in Köln die Änderung schriftlich mitgeteilt wird, wird diese tatsächlich wirksam. Dafür setzt ihr am besten ein formloses Schreiben auf, in dem ihr Namen und Teilnehmernummer angebt. Außerdem könnt ihr die Teilnehmernummer eures beitragszahlenden Mitbewohners nennen.

Beitragsbefreiung für Schüler, Auszubildende und Studenten

Unter bestimmten Voraussetzungen sind Schüler, Auszubildende und Studenten aber vom Rundfunkbeitrag ausgenommen. Dies gilt für alle, die nicht mehr bei den Eltern wohnen und durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BaföG) finanziell unterstützt werden. Anerkannt werden auch Ausbildungsförderungen wie Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) oder Ausbildungsgeld. Aber Vorsicht: Lässt sich einer eurer Mitbewohner vom Rundfunkbeitrag befreien, gilt das nicht für die gesamte WG.

Wer gesundheitlich eingeschränkt ist, hat Anspruch auf Ermäßigung. Menschen, die beispielsweise taub, blind oder sehbehindert sind, zahlen monatlich 5,99 Euro Rundfunkbeitrag. Werden dabei zusätzlich staatliche Sozialleistungen gewährt, ist unter Umständen auch eine Befreiung möglich.
Um eine Ermäßigung zu erhalten oder vom Rundfunkbeitrag befreit zu werden, müsst ihr zunächst einen schriftlichen Antrag beim zentralen Beitragsservice in Köln stellen. Dieser kann online auf www.rundfunkbeitrag.de ausgefüllt und heruntergeladen werden.

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