Mindestmietzeit und Kündigungsverzicht

Vorsicht vor Mietverträgen mit Mindestmietzeit! Gerade in einer WG solltest du nicht für einen längeren Zeitraum auf dein Kündigungsrecht verzichten.

Als Mieter jederzeit Kartons packen? Das geht nicht, wenn im Vertrag Mindestmietzeit oder Kündigungsverzicht stehen. Foto: ©ExQuisine/ Fotolia.com

Als Mieter kannst du normalerweise mit einer Frist von drei Monaten ohne Angabe von Gründen die Wohnung kündigen. Genauer gesagt: spätestens am dritten Werktag eines Monats zum Ablauf des übernächsten Monats (Beispiel: Der 1. Juni ist ein Sonntag. Der dritte Werktag ist somit Mittwoch, der 4. Juni. Eine Kündigung am 4. Juni berechtigt dich zum Auszug am 31. August. Kündigst du erst am 5. Juni, kannst du erst am 30. September ausziehen).

Viele Vermieter wünschen aber keine häufigen Mieterwechsel. Ihr Trick: Im Mietvertrag wird ein beidseitiger Kündigungsverzicht für eine bestimmte Mindestmietzeit vereinbart - bis zu vier Jahre sind laut höchstrichterlicher Ansicht bei einem normalen Formularmietvertrag zulässig. Für die WG solltest du mit deinen WG-Mitbewohnern eine solche Klausel nicht akzeptieren, denn wer weiß schon, was in vier Jahren sein wird.

Folgende Regelungen gibt es:

Für dich und deine WG sollte nur ein Vertrag mit gesetzlichem Kündigungsrecht (ohne Mindestmietzeit) in Frage kommen. Ein beidseitiger Kündigungsverzicht hört sich zunächst zwar ausgewogen an, ist aber eigentlich nur zum Vorteil des Vermieters. Denn er kann dir ohnehin nur aus wenigen Gründen kündigen - zum Beispiel wegen Eigenbedarfs oder weil du die Miete nicht zahlst. Du als Mieter musst keinen Grund angeben, wenn du die Wohnung kündigen willst.

Zum Download:
zurück zur Übersicht

© Immowelt AG 2018   ® Wohngemeinschaften, WG-Zimmer und Mitbewohner-Suche